• Herkunft

    Aus dem Persischen āchār — heute in Hindi, Urdu, Punjabi, Bengali und vielen weiteren Sprachen zuhause.

  • Zutaten

    Saisonales Obst und Gemüse — eingelegt in Senf- oder Sesamöl mit ganzen und gemahlenen Gewürzen.

  • Reifung

    Kein Schnellverfahren: Sonnenreifung und langsame Konservierung, wie seit Generationen üblich.

Eine Tradition, die weitergegeben, nicht aufgeschrieben wird

Rezepte wandern von der Großmutter über die Mutter zur Tochter, oft ohne genaue Mengenangaben — nach Erinnerung, Geschmack und dem Sonnenlicht eines bestimmten Daches. Mango-Saison bedeutete: Die Familie kommt zusammen, wäscht und schneidet kiloweise rohe Mangos, salzt sie ein, und stellt die Gläser tagelang in die Sonne — von Hand gewendet und belüftet.

Historisch hatte das auch einen praktischen Grund: Ohne Kühlschrank war das Einlegen in Öl, Salz und Gewürzen die Art, wie Haushalte saisonales Gemüse für das ganze Jahr haltbar machten. Aus Notwendigkeit wurde Handwerk — und aus Handwerk ein fester Bestandteil der Küche.

Der Geschmack eines bestimmten Achaars ist für viele untrennbar mit der Erinnerung an einen bestimmten Menschen verbunden.

Traditionell hergestellt, hier in Deutschland

Wir arbeiten mit denselben langsamen, traditionellen Methoden — handgeschnittenes Obst und Gemüse, kleine, sorgfältig gemischte Gewürzchargen. So bleibt Achaar frisch und greifbar, egal ob Sie damit aufgewachsen sind oder es gerade erst entdecken — ganz ohne Gläser, die tausende Kilometer zurücklegen mussten.

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Achaar in Deutschland genießen

Keine südasiatische Vorratskammer nötig — es passt zu Dingen, die längst auf Ihrem Tisch stehen.

  • Curry & Reis

    Ein Löffel Birne-Tamarinde oder Apfel Achaar auf Curry & Reis — süß, sauer, scharf zugleich.

  • Brotzeit

    Schneidet durch fetten Aufschnitt wie Senf — eine kräftigere Alternative auf der klassischen Brotzeitplatte.

  • Geröstetes & Gegrilltes

    Etwas Tomate-Knoblauch Achaar unter Bratkartoffeln oder Birne-Tamarinde Achaar zu Bratwurst — eine frische, würzige Note.

  • Eier

    Unter Rührei gerührt oder zum weichgekochten Ei mit Toast — ein bewährter Frühstückstrick.

  • Sandwiches & Wraps

    Wie ein Aufstrich verwendet — schon eine dünne Schicht gibt einem einfachen Sandwich mehr Tiefe.

  • Käseplatte

    Spielt neben europäischem Käse eine ähnliche Rolle wie Feigensenf oder Mostarda.

Die Geschichte hinter Pitasch

Ich bin Poulomi — für Freunde einfach Polo — und komme ursprünglich aus Bangladesch. Essen war für mich schon immer mehr als reine Nahrung: In Bangladesch bringt gutes Essen Menschen zusammen und macht das Leben ein bisschen leichter.

Nach einem Besuch bei meiner Familie brachte ich ein Glas Achaar mit zurück nach Deutschland — nach dem Rezept meiner Mutter, genau so, wie ich es aus ihrer Küche kannte. Mein Mann war sofort begeistert und wollte es zu allem essen: zu Sandwiches, Burgern, sogar zu Käse. Bald überzeugte er mich, dieses Geschmackserlebnis mit anderen zu teilen.

Ich wollte den Menschen hier zeigen, was Achaar sein kann — ohne dabei auf importierte Zutaten angewiesen zu sein. Also entwickelte ich meine eigene Version: das traditionelle Rezept meiner Mutter, neu gedacht mit Obst und Gemüse, das hier in Deutschland wächst. So entstand Pitasch.

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